Forscher
veröffentlichen Erkenntnisse immer in englischer
Sprache
Um dem
Wissensaustausch auf internationaler Ebene Rechnung zu tragen,
veröffentlichen viele Forscher und Wissenschaftler die
Ergebnisse ihrer Arbeiten häufig auch auf Englisch. Da Englisch
ohne jeden Zweifel als Weltsprache gilt, ist Englisch auch die
standardisierte Sprache, in der Forschungsergebnisse häufig
veröffentlicht werden, wenn sie der internationalen Fachwelt
zugänglich gemacht werden sollen. Die Englisch
Übersetzung solch
sensibler Unterlagen ist natürlich ein schweres Unterfangen.
Ein Übersetzungsfehler an einer bedeutsamen Stelle könnte
bereits die Aussage eines wissenschaftlichen Textes
verfälschen oder grob missverständlich machen. Das würde
natürlich nicht zuletzt dafür sorgen, dass Wissenschaftler
und Übersetzer gleichermaßen peinlich berührt wären. Um
solche Übersetzungsfehler zu vermeiden, bedarf es großer
Sorgfalt. Kein Wunder also, dass sprachkundige
Wissenschaftler es vorziehen, ihre Arbeiten (z.B. Berichte,
Analysen und Forschungsergebnisse) am liebsten selbst zu
übersetzen. Doch bisweilen werden Wissenschaftler auch einen
professionellen Übersetzer konsultieren, wenn ihnen entweder
die Englischkenntnisse oder die Zeit fehlt, selbst eine
Übersetzung vorzunehmen.
Das Englisch eine so internationale Sprache ist, hat mehrere
Gründe. Der englische Sprachgebrauch hat sich im selben Ausmaß
wie die amerikanische Kultur über den Globus verbreitet. Vor
allem in den Medien (speziell in den Unterhaltungsmedien) hat
eine wahre Amerikanisierung stattgefunden. Diese erstreckt sich
über Präsentation, Mode, Musik und eben auch die Sprache. All
dies sorgt dafür, dass wir regelmäßig englischen Begriffen
begegnen. Selbst jemand, der nicht
wirklich Englisch
Übersetzung spricht,
wird den einen oder anderen Begriff oder gar Satz verstehen.
Insbesondere die Tatsache, dass ein Großteil der Popmusik
englischsprachig ist, sorgt dafür, dass wir uns regelmäßig
dem Einfluss der englischen Sprache ausgesetzt sehen.
Doch ist es nicht nur die
kulturelle Verbreitung der englischen Sprache, die den Status
des Englischen als führende Weltsprache festigt. Englisch ist
eben auch eine eingängige Sprache: Sie ist vergleichsweise
wenig umfangreich, die Grammatik ist im Vergleich zu vielen
anderen Sprachen einfach gehalten und man kann sich oft selbst
in relativ knappen Sätzen immer noch verständlich ausdrücken.
Und die Tatsache, dass ein Großteil der Welt stets auf die eine
oder andere Weise mit der englischen Sprache zu tun hat,
verleiht diesen Fakten noch mehr Gewicht.
So muss es
niemanden verwundern, dass Englisch zur Weltsprache avanciert
ist, die eben auch entsprechend in der internationalen
Forschung und Wissenschaft als sprachlicher Standard gelten
kann. Wer Wissen vermitteln möchte, der kann dies nur in Worten
tun und wenn dabei ein breites Publikum erreicht werden soll,
dann bedient man sich logischerweise der Sprache, die von den
meisten verstanden wird und das ist ohne jeden Zweifel die
englische Sprache.
Ein besonderer
Punkt, bei dem Sprache und Wissenschaft eine Symbiose bilden,
ist natürlich buchstäblich die Sprachwissenschaft.
Sprachwissenschaftler beschäftigen sich mitunter damit, wie
sehr die englische Sprache andere Sprachen beeinflusst und
verändert. So werden häufig selbst an solchen Stellen englische
Wörter benutzt, wo diese gar keinen inhaltlichen Mehrwert
bringen. Insofern warnen viele Sprachwissenschaftler davor,
dass die eigene Sprache zu stark mit englischen Ausdrücken
durchzogen wird. Am sinnvollsten, so die Empfehlung der
Experten, ist es, englische Begriffe nur dort einzusetzen, wo
sie inhaltlich treffender sind. Ansonsten sollte stets dem
Ausdruck der eigenen Muttersprache der Vorzug gegeben
werden.
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